Donnerstag, 29. September 2011

Interaktive Whiteboards in Schulen

Immer mehr Schulen ersetzen Tafeln durch so genannte SMART Boards oder auch Interaktive Whiteboards.
Dieses Video zeigt den Einsatz von SMART Boards in einer Grundschule:
Gestern Abend habe ich einen sehr interessanten Blogeintrag eines amerikanischen Physiklehrers (Frank Noschese) gefunden, der den Einsatz dieser "interaktiven" Whiteboards durchaus kritisch betrachtet. Der Artikel heißt "The $2 Interactive Whiteboard" und vergleicht den Einsatz von "normalen" Whiteboards mit digitalen Whiteboards. Frank Noschese ist ein großer Freund des mathematischen Modellierens und Schüler-Schüler-Interaktion. Er ist allerdings kein großer Freund von einem ineffektiven und sinnlosen Einsatz von Technologie. 
Selbst die beste technische Ausstattung garantiert keinen guten Unterricht.
Wenn man sich das Video oben, über den Einsatz von interaktiven Whiteboards an dieser Grundschule ansieht, fällt schnell auf, dass die Schüler kaum miteinander interagieren und eigentlich nur Frontalunterricht stattfindet. Dies wird auch bei den Videobeispielen von Frank Noschese deutlich. 
Hier sein Beispiel für den Einsatz eines wirklich interaktiven Whiteboards (allerdings von einer High School):


Hier ist der Link zu dem Blogeintrag:
http://fnoschese.wordpress.com/2010/08/06/the-2-interactive-whiteboard/

Und hier noch ein Link zu einem Artikel über den Einsatz von interaktiven Whiteboards in der Grundschule auf Lehrer-Online.de:
http://www.lehrer-online.de/whiteboards-grundschule.php?sid=18280547523853358131729182919020

Ich möchte durch diesen Blogeintrag interaktive Whiteboards nicht schlecht reden. Sie bieten tolle und pädagogisch sinnvolle Funktionen und können eine Bereicherung für die Klasse sein. Allerdings sollten die Lehrer für den Umgang mit ihnen geschult werden, damit das Whiteboard über die Funktion einer herkömmlichen Tafel hinausgehen kann. Sonst erfüllt die Anschaffung nicht ihren Zweck.

Video: "Schulen, die gelingen" von Reinhard Kahl

In diesem Video stellt Reinhard Kahl erfolgreiche Modelle von Schulen, die gelingen, dar. 



Mittwoch, 28. September 2011

Wassily Kandinsky - Kunstrezeption in der Grundschule

Es gibt viele Einstiegsmöglichkeiten zur Bildbetrachtung in der Grundschule. Eine Einstiegsmöglichkeit, die ich bereits selber durchgeführt habe, möchte ich hier kurz vorstellen:

Teilausschnitt 
Bei dieser Methode erhalten die Schüler einen Bildausschnitt eines Kunstwerks und sie dürfen diesen weitermalen, vervollständigen oder in einen individuellen Bildzusammenhang bringen. Danach regen die selbsterstellten Kunstwerke dazu an diese mit dem Original zu vergleichen. Des Weiteren können die Teilausschnitte auf dem Original gesucht werden.
Für meinen Unterrichtsversuch verwendete ich das Gemälde „Gelb, Rot, Blau“ von Kandsinsky. Es besteht einerseits die Möglichkeit eine Lücke einer Kopie des Gemäldes (beispielsweise im DIN A3-Format) mit Bleistift und/oder Buntstiften individuell mit abstrakten oder eigenen "Kandinsky-Elementen" so zu füllen, dass die „Lücke im Bild“ nicht mehr als solche erkennbar bleibt. Andererseits kann man einen Farbausschnitt des Bildes aufkleben und mit individuell gewählten Malmitteln weiter zeichnen bzw. malen, beispielsweise mit Buntstiften, Pastell-Ölkreide, Wasserfarben oder Wachsmalkreide.


In meinem Picasa-Webalbum kann man sich die Vorlagen runterladen:
Grundschule 2.0

Dienstag, 27. September 2011

Geocaching in der Grundschule


Ich bin mehr oder weniger zufällig auf diesen neuen Freizeitvertreib, das Geocaching, gestoßen und war überrascht wie viel er uns, als Grundschulpädagogen, zu bieten hat. Im Rahmen eines Seminars, welches ich im Sommersemester 2010 besuchte, führte ich ein Angebot für Kinder zum Thema Geocaching in meinem Heimatort in der Eifel durch. Als sehr positiv empfinde ich es, dass Geocaching nicht auf bestimmte Regionen beschränkt ist, sondern deutschlandweit, ländlich wie auch urban, zur Verfügung steht. Natürlich bedarf es einigen Vorbereitungen und man benötigt Zeit sich mit der neuen Thematik und Technik vertraut zu machen. Doch die Freude, die die Kinder beim Geocaching zeigen und die fächerübergreifenden Potentiale des Geocachings zahlen sich letztendlich aus. 

Geocaching (engl. cache: geheimes Lager) ist eine Freizeitaktivität bei welcher die Teilnehmer mit Hilfe von GPS (Global Positioning System)-Geräten oder anderen Navigationshilfen Behälter, welche Geocaches genannt werden, auf der ganzen Welt suchen und verstecken. Oft wird Geocaching als moderne Schnitzeljagd beschrieben oder als elektronische Schatzsuche. Es geht darum versteckte Behälter, deren Koordinaten auf einer Datenbank im Internet veröffentlicht werden, mit Hilfe des GPS-Geräts zu lokalisieren.
In folgendem Video wird das Ganze nochmal knapp und anschaulich erklärt:




Die Koordinaten der versteckten Geocaches werden auf verschiedenen Webseiten veröffentlicht.
Geocaching.com ist die erste professionelle Organisation, welche im September, 2000 mit weltweit 75 Geocaches online ging. Heute hat Geocaching.com mehr als vier Millionen Mitglieder und mehr als eine Millionen aktive Geocaches. Die Internetseite ist sehr übersichtlich und gibt vielerlei Informationen und Tipps, allerdings nur auf Englisch. Die deutsche Seite Geocaching.de, welche von der Deutschen Wanderjugend herausgegeben wird, ist direkt mit Geocaching.com verlinkt und bietet ebenfalls nützliches Kartenmaterial und zusätzliche Hinweise. Um an die Koordinaten der versteckten Geocaches zu gelangen muss man sich ein kostenloses Benutzerkonto einrichten, wo man dann seine Funde loggen und versteckte Geocaches veröffentlichen kann
Des Weiteren gibt es die deutschsprachige Geocaching-Datenbank Opencaching.de. Dessen Herausgeber ist ebenfalls die Deutsche Wanderjugend. Hier kann man die Koordinaten zu den versteckten Geocaches einsehen ohne sich registrieren zu müssen. Wenn man selbst einen Geocache veröffentlichen will oder sich online ins Logbuch eintragen möchte, muss man sich jedoch ein kostenloses Nutzerkonto anlegen. Auch diese Internetseite ist sehr übersichtlich und bietet nützliche Informationen. Die Kartenfunktionen und Suchfilter sind auf dieser Plattform deutlich benutzerfreundlicher. Sehr hilfreich ist vor allem die Suchfunktion nach kindgerechten Geocaches. Allerdings bietet diese Seite nur ca. 28.000 aktive Caches.


GPS-Geräte kann man sich oftmals bei einem Wanderverein oder Trekking-Geschäften ausleihen. Viele GPS-Geräte sind aber kompliziert zu bedienen und bereiten Kindern im Umgang mit dem Gerät größere Probleme. Während meines Angebots war das GPS-Gerät schnell uninteressant und wir schwenkten auf herkömmliches Kartenmaterial um, welches man ganz einfach bei Google Maps ausdrucken kann.
Hier sind die Geocaches schon direkt bei Google Maps eingetragen. Außerdem hat man bei Google Maps vier verschiedene Ansichtsmöglichkeiten: Karte, Satellit, Gelände und OSM (Open Street Map). 
Außerdem gibt es für iPhones und Android-Handys eine App von Groundspeak Inc. für 7,99 €:
App für Android-Handys gibt es hier.
App für iPhones gibt es hier.
Diese App hat viele tolle Funktionen: 
Man kann sich beispielsweise die nächstgelegensten Geocaches von seinem aktuellen Standpunkt anzeigen lassen und gleichzeitig direkt erfahren um welche Art Geocache es sich handelt und deren Beschreibung durchlesen. Außerdem kann man zwischen einer topographischen Karte, Satellitenansicht oder den Google Maps Ansichtsmöglichkeiten wählen. Die Bedienung und Menüführung ist sehr einfach und versteht sich praktisch von selbst, allerdings ist es nicht bestens für die Grundschule geeignet, weil Smarphones teuer und empfindlich.


Zum Abschluss noch eine Auswahl an interessanten Links zu diesem Thema:
- Lehrer-Online
  Schnitzeljagd mit Satellitenunterstützung
- Focus-Schule
  Auf Schatzsuche mit FOCUS-SCHULE
2 mit Grips und GPS  von Manuel Andrack
- Ein Bericht über das Geocaching im KIKA






Montag, 26. September 2011

Ein Video über Lehrer

Der Kabarettist Volker Pispers spricht über Lehrer und sagt durchaus Wahres.



Willkommen auf meinem Blog!


Willkommen auf meinem Blog!
Mein Name ist Janet Rausch und ich studiere an der Universität Koblenz Grundschulpädagogik. Im Rahmen meiner Masterarbeit habe ich diesen Blog angelegt und werde über mediengestützten Unterricht, vor Allem in der Grundschule, bloggen. Das Internet hält vielerlei Ressourcen für Lehrer bereit. Mit diesem Blog soll eine Art Datenbank mit Unterrichtsideen und Anregungen von und für Lehrer entstehen.


"If you put a doctor of 100 years ago in
today's operating room, she would be lost, yet if you placed a teacher of 100 years ago into one
of today's classrooms she wouldn't skip a beat."
- Philip Molebash -