Dienstag, 27. September 2011

Geocaching in der Grundschule


Ich bin mehr oder weniger zufällig auf diesen neuen Freizeitvertreib, das Geocaching, gestoßen und war überrascht wie viel er uns, als Grundschulpädagogen, zu bieten hat. Im Rahmen eines Seminars, welches ich im Sommersemester 2010 besuchte, führte ich ein Angebot für Kinder zum Thema Geocaching in meinem Heimatort in der Eifel durch. Als sehr positiv empfinde ich es, dass Geocaching nicht auf bestimmte Regionen beschränkt ist, sondern deutschlandweit, ländlich wie auch urban, zur Verfügung steht. Natürlich bedarf es einigen Vorbereitungen und man benötigt Zeit sich mit der neuen Thematik und Technik vertraut zu machen. Doch die Freude, die die Kinder beim Geocaching zeigen und die fächerübergreifenden Potentiale des Geocachings zahlen sich letztendlich aus. 

Geocaching (engl. cache: geheimes Lager) ist eine Freizeitaktivität bei welcher die Teilnehmer mit Hilfe von GPS (Global Positioning System)-Geräten oder anderen Navigationshilfen Behälter, welche Geocaches genannt werden, auf der ganzen Welt suchen und verstecken. Oft wird Geocaching als moderne Schnitzeljagd beschrieben oder als elektronische Schatzsuche. Es geht darum versteckte Behälter, deren Koordinaten auf einer Datenbank im Internet veröffentlicht werden, mit Hilfe des GPS-Geräts zu lokalisieren.
In folgendem Video wird das Ganze nochmal knapp und anschaulich erklärt:




Die Koordinaten der versteckten Geocaches werden auf verschiedenen Webseiten veröffentlicht.
Geocaching.com ist die erste professionelle Organisation, welche im September, 2000 mit weltweit 75 Geocaches online ging. Heute hat Geocaching.com mehr als vier Millionen Mitglieder und mehr als eine Millionen aktive Geocaches. Die Internetseite ist sehr übersichtlich und gibt vielerlei Informationen und Tipps, allerdings nur auf Englisch. Die deutsche Seite Geocaching.de, welche von der Deutschen Wanderjugend herausgegeben wird, ist direkt mit Geocaching.com verlinkt und bietet ebenfalls nützliches Kartenmaterial und zusätzliche Hinweise. Um an die Koordinaten der versteckten Geocaches zu gelangen muss man sich ein kostenloses Benutzerkonto einrichten, wo man dann seine Funde loggen und versteckte Geocaches veröffentlichen kann
Des Weiteren gibt es die deutschsprachige Geocaching-Datenbank Opencaching.de. Dessen Herausgeber ist ebenfalls die Deutsche Wanderjugend. Hier kann man die Koordinaten zu den versteckten Geocaches einsehen ohne sich registrieren zu müssen. Wenn man selbst einen Geocache veröffentlichen will oder sich online ins Logbuch eintragen möchte, muss man sich jedoch ein kostenloses Nutzerkonto anlegen. Auch diese Internetseite ist sehr übersichtlich und bietet nützliche Informationen. Die Kartenfunktionen und Suchfilter sind auf dieser Plattform deutlich benutzerfreundlicher. Sehr hilfreich ist vor allem die Suchfunktion nach kindgerechten Geocaches. Allerdings bietet diese Seite nur ca. 28.000 aktive Caches.


GPS-Geräte kann man sich oftmals bei einem Wanderverein oder Trekking-Geschäften ausleihen. Viele GPS-Geräte sind aber kompliziert zu bedienen und bereiten Kindern im Umgang mit dem Gerät größere Probleme. Während meines Angebots war das GPS-Gerät schnell uninteressant und wir schwenkten auf herkömmliches Kartenmaterial um, welches man ganz einfach bei Google Maps ausdrucken kann.
Hier sind die Geocaches schon direkt bei Google Maps eingetragen. Außerdem hat man bei Google Maps vier verschiedene Ansichtsmöglichkeiten: Karte, Satellit, Gelände und OSM (Open Street Map). 
Außerdem gibt es für iPhones und Android-Handys eine App von Groundspeak Inc. für 7,99 €:
App für Android-Handys gibt es hier.
App für iPhones gibt es hier.
Diese App hat viele tolle Funktionen: 
Man kann sich beispielsweise die nächstgelegensten Geocaches von seinem aktuellen Standpunkt anzeigen lassen und gleichzeitig direkt erfahren um welche Art Geocache es sich handelt und deren Beschreibung durchlesen. Außerdem kann man zwischen einer topographischen Karte, Satellitenansicht oder den Google Maps Ansichtsmöglichkeiten wählen. Die Bedienung und Menüführung ist sehr einfach und versteht sich praktisch von selbst, allerdings ist es nicht bestens für die Grundschule geeignet, weil Smarphones teuer und empfindlich.


Zum Abschluss noch eine Auswahl an interessanten Links zu diesem Thema:
- Lehrer-Online
  Schnitzeljagd mit Satellitenunterstützung
- Focus-Schule
  Auf Schatzsuche mit FOCUS-SCHULE
2 mit Grips und GPS  von Manuel Andrack
- Ein Bericht über das Geocaching im KIKA






Kommentare:

Verena hat gesagt…

Ich finde Geocaching auch besonders für die Grundschule interessant. Im Raum Koblenz bietet sich dafür die Nutzung der Waldökostation Remstecken als außerschulischen Lernort an. Ein Mitarbeiter des Umweltamtes Koblenz dient der Lehrperson als Unterstützung und verfügt außerdem über ausreichend viele GPS Geräte für eine Grundschulklasse. Der Stadtwald Koblenz eignet sich aufgrund seiner vielen Wege sowohl für kleine Einstiegsrunden mit einer Schulklasse, als auch für größere Schnitzeljagden, wenn man dies mit den Kindern schon des öfteren geübt hat.

Janet hat gesagt…

Hier noch der Internetauftritt der Waldökostation Koblenz:
http://www.koblenz.de/gesundheit_umwelt/waldoekostation_remstecken.html